FAQ -
die häufigsten Fragen

Manche Fragen rund um die Blockflöte erreichen uns immer wieder. Oft geht es um grundlegende Informationen, aber manchmal auch um Details. Die Antworten auf die häufigsten Fragen finden Sie hier.

Auch heute ist das natürliche Material Holz in der Fertigung hochwertiger Blockflöten nicht gleichwertig zu ersetzen. Holz sieht nicht nur edel aus, sondern verfügt auch über viele Eigenschaften, die es zum Werkstoff der Wahl für die Fertigung von Blockflöten machen, die höchsten Anforderungen genügen.

Dazu gehören die gute Formbarkeit, die Fähigkeit, Atemfeuchtigkeit aufzunehmen und die hervorragenden klanglichen Eigenschaften. Durch sie ist das Holz anderen Werkstoffen deutlich überlegen. Außerdem ist es nachhaltig und in vielen verschiedenen Arten erhältlich, deren unterschiedliche Eigenschaften natürlich auch Einfluss auf den Klang haben.

Dennoch werden weltweit die meisten Blockflöten aus Kunststoff gefertigt. Grund dafür ist vor allem die Härte des Kunststoffs, der viel unempfindlicher ist als Holz und die geringen Kosten der Produktion. Doch gerade bei günstigen Plastikflöten werden im Fertigungsverfahren „große Fertigungstoleranzen“ zugelassen. Dies hat zur Folge, dass diese Instrumente schlecht stimmen, in der Höhe nicht ansprechen und unbefriedigend klingen.

Es gibt aber auch Blockflöten aus Kunststoff, die in komplizierteren Verfahren hergestellt werden, bei denen auch der Instrumentenbauer noch gefordert ist. Dies macht sich allerdings in einem deutlich höheren Preis bemerkbar.

Der Klang einer Blockflöte wird nicht nur von ihrer Konstruktion beeinflusst, sondern auch von den unterschiedlichen Werkstoffeigenschaften. Beim verwendeten Holz sind die Poren- und Faserstruktur von Bedeutung, die Dichte und auch die Härte des verwendeten Holzes. Insbesondere die Holzhärte ist ein gut geeigneter Indikator für bestimmte Klangeigenschaften. 

Als Faustregel gilt: je weicher das Holz, desto eher sind daraus gefertigte Instrumente für das gemeinsame Musizieren geeignet. Bei härteren und dichteren Hölzern, wie zum Beispiel Palisander oder Grenadill, zeichnet sich der Ton durch Klarheit und Strahlkraft aus. Instrumente aus diesen Hölzern sind damit prädestiniert für das Solospiel. Mittelharte Hölzer eignen sich besonders für Instrumente, die als Allrounder sowohl im Ensemble als auch beim Solospiel Anwendung finden.

Natürlich ist diese Faustregel etwas vereinfacht, denn entscheidend für ihre Eignung ist vor Allem die Konstruktion der Blockflöte.

Weitere Informationen finden Sie im PDF unter diesem Artikel.

Für manch neuen Blockflötenspieler erscheint die deutsche Griffweise auf den ersten Blick leichter: schließt man alle Tonlöcher und nimmt dann, von unten beginnend, einen Finger nach dem anderen weg, spielt man schon die Grundtonleiter. Gerät man mit den gespielten Stücken allerdings über die Grundtonart hinaus und muss bestimmte Halbtöne spielen, so wird man feststellen, dass dies nicht wirklich sauber funktioniert. Die deutsche Griffweise hat hier bereits ihre Grenzen.

Wenn man also vielleicht einmal mehr als einfache Volkslieder spielen und sein Repertoire nicht von vornherein einschränken möchte, dann sollte man am besten gleich mit der barocken Griffweise beginnen. Sie scheint zwar zunächst komplizierter, denn man muss schon bei der Grundtonleiter einen Gabelgriff benutzen (für den Ton f), aber es lassen sich dafür alle Halbtöne über zwei Oktaven hinweg problemlos sauber spielen. Dem Erlernen von Sonaten oder Konzerten steht mit der barocken Griffweise also nichts im Wege.

Woran erkennt man die Griffweise der Blockflöte?

Um die Griffweise einer Blockflöte herauszufinden, kann man sich die Tonlöcher genauer anschauen:
Ist das vierte Tonloch groß und das fünfte klein, wie im Bild rechts, handelt es sich um die deutsche Griffweise. Bei der barocken Griffweise verhält es sich andersherum: das vierte Tonloch ist kleiner als das fünfte.

Alternativer Text
„f“ bei deutscher Griffweise
„f“ bei barocker Griffweise

Für die tiefsten Töne der Blockflöte gibt es keine verlässlichen Griffe für die nächsthöheren Halbtöne. Dabei ist es gleichgültig, welche Griffweise das Instrument hat. Das Vorliegen von Doppellöchern statt Einfachloch ist hier hilfreich, denn mit ihnen lässt sich sozusagen das ursprüngliche Tonloch im richtigen Maße „anteilig“ öffnen oder verschließen. Mit Doppellöchern und barocker Griffweise kann man alle chromatischen Töne sauber spielen.

Bei der Sopranblockflöte spielt man das tiefe c, indem man sämtliche Tonlöcher abdeckt. Für das tiefe cis öffnet man das kleinere des unteren Doppellochs und erhält verlässlich den richtigen Ton. Analog verhält es sich beim Intervall d/dis. Das gleiche gilt auch für Blockflöten anderer Stimmlage: bei der Altblockflöte betrifft dies f/fis und g/gis, beim Tenor c/cis und d/dis usw.

Bei tieferen Instrumenten ab Tenorblockflöten übernehmen Doppelklappen die Funktion von Doppellöchern.

Viele Gegenstände des täglichen Gebrauchs gibt es heute auch für Linkshänder, aber brauchen linkshändige Blockflötenspieler auch spezielle Flöten? Wir sind nicht dieser Ansicht, denn beide Hände haben ähnlich komplizierte Aufgaben. Die Blockflöte ist also eher ein Instrument für „Beidhänder“. Linkshänderblockflöten gibt es daher nur sehr selten.

Entscheidet man sich dennoch für eine Linkshänderblockflöte, muss man bestimmte Nachteile in Kauf nehmen:

  • Beim Kauf ist die Auswahl unterschiedlicher Instrumente relativ gering.
  • Der Gebrauchtmarkt bleibt einem weitestgehend verwehrt.
  • Im Ensemble wird man nicht auf unterschiedliche Besetzungserfordernisse reagieren können, es sei denn, man verfügt selbst über ausreichend Instrumente.

Ob man diese Nachteile hinnehmen will, muss man für sich selbst entscheiden, wir sehen jedoch aus den genannten Gründen keine Notwendigkeit für Blockflöten speziell für Linkshänder.

1210 für Rechtshändler
1219 für Linkshändler

Moeck-Blockflöten werden auf den Stimmton a1 = 442 Hz gestimmt. Grund dafür ist die Stimmtonhöhe von Klavieren, die heutzutage üblicherweise zwischen 443 Hz und 445 Hz liegt. Bei gutem Anwärmen erreichen unsere Blockflöte diese Höhe ebenfalls noch, bleiben gleichzeitig aber kompatibel zu älteren Blockflötenmodellen (und auch anderen Instrumenten), die nicht selten in 440 Hz gestimmt sind. Geringe Unterschiede von 2 Hz in die Tiefe lassen sich nämlich durch leichtes Auseinanderziehen der Zapfenverbindungen kompensieren, ohne dass sich dies nennenswert auf die Intonation auswirkt. Übertriebenes Auseinanderziehen wiederum beeinträchtigt die Genauigkeit der Intervalle und damit wäre die Intonation hinüber!

Da nicht nur bei Klavieren, sondern auch in modernen professionellen Orchestern im Laufe der Zeit der Stimmton stetig angehoben wurde, halten wir die Stimmtonhöhe von a1 = 442 Hz für einen guten Kompromiss zum seit 1939 eigentlich gültigen Stimmton von a1 = 440 Hz. Dieser wird auch heute noch beim Laienmusizieren und in der Kirche verwendet.

Beim Stimmen eines Blockflötenensembles orientiert man sich am Instrument mit dem tiefsten Stimmton. Beim Zusammenspiel mit anderen Instrumenten können Stimmgabel oder Stimmgerät hilfreich sein. Dem Stimmen der Blockflöte sind allerdings relativ enge Grenzen gesetzt: höher wird sie nur durch gutes Anwärmen auf Körpertemperatur und kräftigen Blasdruck, tiefer, zumindest bis ca. 2 Hz, durch leichtes Ausziehen der Flötenteile. Doch Vorsicht: zu weites Ausziehen beeinträchtigt die Stimmung und die Ansprache.

Stimmton a1 = 415 Hertz

Viele Spieler bevorzugen Instrumente in sogenannter tiefer Stimmung zum „authentischeren“ Spielen von Barockmusik. Zwar ist historisch kein einheitlicher Stimmton für die Barockmusik bekannt, doch lagen die verschiedenen gängigen Stimmtöne unter dem heute üblichen Kammerton von a1 ≈ 440 Hz. Die Blockflöten in „tiefer Stimmung“ von a1 = 415 Hz liegen einen Halbton unter ihren „hohen“ Schwestern.

Moeck bietet folgende Barock-Blockflöten in tiefer Stimmung, d.h. a1 = 415 Hz, an:

  • Steenbergen Sopran
  • Denner Alt
  • Stanesby Alt
  • Hotteterre Tenor
  • Rottenburgh Bass

Blockflöten mit „langer Mensur“ gab es von jeher und es wurden nach der Wiederentdeckung der Blockflöte zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele Modelle mit langer Mensur hergestellt. Es hat sich aber die Bauweise der sog. „kurzen Mensur“ durchgesetzt. Flöten dieser Art haben einen obertönigen und brillanten Klang, sind aber in der Tiefe relativ zart.  Ein weiterer Vorteil ist aber, dass die Tonlöcher für die rechte Hand relativ eng zusammenliegen und sich deshalb angenehm greifen lassen. Vielleicht ist das der Grund, weshalb diese Instrumente vorgezogen werden.

Das Klangverhalten der Blockflöten mit langer Mensur ist grundtönig und warm, die Tiefe von beachtlicher Kraft und Stabilität. Darüber hinaus ist auch das hohe fis (bei Flöten in f) ohne Abdeckung des Schalllochs spielbar. Da die Grifflöcher für die rechte Hand aber weit auseinander liegen, kann man bei diesen Instrumenten auf Klappen nicht verzichten.

Eine besondere Variante der Blockflöten mit langer Mensur sind die modernen Instrumente, die der Blockflötenbauer Ralf Ehlert für Moeck entwickelte. Er vereinigte die Erkenntnisse aus verschiedenen Epochen des Blockflötenbaus in einem Instrument, das sich durch außergewöhnliche Klangstärke und Dynamik auszeichnet, ohne das für Blockflöten charakteristische Klangbild zu verlieren.

Die Ehlert-Blockflöten eignen sich für die Blockflötenmusik aller Epochen und Stile. Wegen ihrer durchsetzungsfähigen Klangstärke können sie sich auch im Zusammenspiel mit Streichern, Bläsern und Tasteninstrumenten behaupten.

Moeck bietet folgende Blockflöten mit langer Mensur an:

  • Ehlert-Blockflöten
  • Hotteterre Tenor
  • Rottenburgh Bass
  • Rondo Bass & Großbass
  • Subbass

Nicht jeder, der Blockflöte spielen möchte, kann ein solches Instrument auch greifen. Manche haben zu kleine Hände, um alle Tonlöcher abdecken zu können, Andere, besonders ältere Menschen, haben Probleme mit ihrer Fingerbeweglichkeit oder haben andere Gebrechen, die das Flötespielen unnötig schwer oder gar unmöglich zu machen scheinen. In diesen Fällen können Klappen geradezu Wunder bewirken.

Meist sind es die Tenöre, die sich schwer greifen lassen. Gerade die tiefsten Töne sind für den kleinen Finger der rechten Hand schwer zu erreichen. Daher gibt es in unserem Sortiment Modelle, die serienmäßig mit Doppelklappe für c und cis ausgestattet sind. In der PLUS-Variante gibt es darüber hinaus zusätzliche g- oder f-Klappen, die die zum Spielen erforderliche Spreizung beider Hände auf ein bequemes Maß reduzieren. Größere Blockflöten, wie Bass- oder Großbassblockflöten, verfügen stets über Klappensysteme, sodass die Problematik der schweren Greifbarkeit vor vornherein nicht besteht.

Fällt es beim Spielen jedoch schwer, einzelne Tonlöcher abzudecken, lassen sich oft auch individuelle Lösungen finden - losgelöst von der Stimmlage des Instruments. Sollten Sie an individuellen Klappen angepasst auf Ihre Bedürfnisse interessiert sein, nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.

Blockflöten mit Knick können eine geeignete Alternative sein, wenn die grundsätzliche Spielhaltung zu Problemen führt. Vor allem größere Instrumente stellen Spieler vor ergonomische Herausforderungen. So können Spannungen im Körper weit von den Fingern entfernt auftreten und sich dennoch beeinträchtigend auf deren Beweglichkeit auswirken.

In solchen Fällen kann ein Instrument in geknickter Bauweise die Lösung sein. Durch den Knick zwischen Kopf und Mittelstück ist die Entfernung von den Schultergelenken zur richtigen Handposition auf dem Instrument etwas kürzer, die Arme sind weniger gestreckt. Oft führt die Entlastung der Handgelenke zur freieren Bewegung der Hände und das Abdecken der Tonlöcher gelingt plötzlich spielend leicht und ohne Verkrampfen.

Instrumente in geknickter Bauweise sind bei Moeck in den Stimmlagen von Tenor bis Großbass erhältlich. Unser Subbass verfügt statt eines Knicks über einen Bogen, da er wegen seiner Größe nur mit Knick nicht spielbar wäre.

Ob Knick oder Bogen, von Bass bis Subbass haben beide Bauweisen zudem akustische Vorteile, denn die Instrumente sind direkt anzublasen und sind so deutlich variabler und bieten vielfältige zusätzliche Artikulationsmöglichkeiten. Das Anblasrohr entfällt und auch die mit ihm verbundenen Verzögerungseffekte.

Nichts Passendes gefunden? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!

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