Collegium Musicum, Albumblatt (18. Jh.), Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum
Um weitere Literatur ergänzte Version vom 09.01.2023
Das grundlegende Wissen zur Spielpraxis und zum Repertoire der Renaissance-Blockflöten ist heute allgemein bekannt.1 Dagegen haben die Erkenntnisse zum Ensemblespiel mit den verschiedenen Baugrößen der Frühbarock- und Hochbarock-Blockflöten bisher nur geringe Verbreitung gefunden. Die Ursache dafür ist wohl, dass ein Großteil des entsprechenden Repertoires erst in den letzten Jahrzehnten in praktischen Ausgaben zugänglich gemacht wurde.
Nach einer kurzen Beschreibung des Blockflöten-Stimmwerks des 16. Jahrhunderts wird im Folgenden die Besetzungspraxis im Repertoire mit drei und mehr Blockflöten aus der Zeit von 1600 bis 1740 betrachtet.
Nach Sebastian Virdung (1511)2, Martin Agricola (1529)3 und Silvestro Ganassi (1535)4 stand im 16. Jahrhundert für das Zusammenspiel mit mehreren Blockflöten ein Stimmwerk mit Bassflöte in f0, Alt-Tenorflöte in c1 und Diskantflöte in g1 zur Verfügung. Die Grundtöne der drei Instrumentengrößen stehen zueinander im Quintabstand. Dieses Consort wird bei Hieronymus Cardanus (um 1546)5 durch eine kleine Blockflöte in d2 erweitert. Gegenüber den entsprechenden Singstimmen erklangen die Blockflöten in Vierfuß-Lage, also eine Oktave höher als notiert. Wie erhaltene Exemplare belegen, kamen dazu gelegentlich auch Instrumente in Achtfuß-Lage, also in F c0 g0. Heute werden die verschiedenen Bautypen des 16. Jahrhunderts vereinfachend als „Renaissance-Blockflöten“ zusammengefasst.
Das Prinzip des Quintabstandes, das die Consorts des 16. Jahrhunderts prägte, blieb auch zu Beginn des 17. Jahrhunderts aktuell. Dem entsprechend bilden fünf Flötengrößen in d2, g1, c1, f0 und B das Zentrum des Blockflötenensembles bei Michael Praetorius (1619)6. Er empfiehlt jedoch, das Quint-Stimmwerk um Instrumente im Quartabstand zu ergänzen. Dies bezieht sich besonders auf die höchsten und die tiefsten Instrumentengrößen, weil diese besser mit den fünf mittleren Flötenstimmungen zusammen spielbar sind, wenn sie dazu im Quartabstand stehen. Die Großbassflöte (heute Subbassflöte genannt) ist deshalb bei Praetorius in F (nicht in Es) gestimmt, die kleinste achtlöchrige Blockflöte in g2 (nicht in a2):
Quarte höher: | c2 | g2 | |||
| ↑ | ↑ | ||||
Quintstimmwerk nach Praetorius: | B | f0 | c1 | g1 | d2 |
| ↓ | |||||
| Quarte tiefer: | F |
|
Durch die Kombination von Quart- und Quintabständen entstanden bei den höchsten und den tiefsten Instrumenten Oktavabstände: c1 – c2, g1 – g2 und f0 – F.
Konkretere Informationen zum Einsatz der verschiedenen Blockflötengrößen in den Ensembles des 17. und des 18. Jahrhunderts bieten die Partituren, die drei oder mehr Instrumentalstimmen enthalten, die ausdrücklich für Blockflöten bestimmt sind. In den meisten Werken werden darüber hinaus auch andere Instrumente und/oder Singstimmen eingesetzt.
Aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts sind bisher – neben Stücken mit einer oder zwei Blockflöten – ausschließlich Kompositionen mit dreistimmigen Flötenensembles bekannt geworden.7 In diesen Partituren wird jedoch die Verwendung dreier Flötengrößen nicht weitergeführt, die in der Renaissance analog zur Vokalmusik üblich war. Vielmehr handelt es sich entweder um Werke mit drei gleichen Flöten oder mit zwei gleichen Flöten, ergänzt um eine größere oder kleinere im Quintabstand:
Datierung, Ort | Komponisten (genaue Angaben und komplette Besetzungen: siehe Literaturliste) | 3 gleiche Blockflöten | 2 verschiedene Flötenstimmungen im Quintabstand |
| 1600 Florenz | Peri | g1 g1 g1 | |
| 1625 Florenz | Caccini | c1 c1 c1 | |
| um 1626 Mainz | Bollius Anonymus/Sartorius8 | d2 g1 g1 d2 g1 g1 | |
| um 1630 Wien | Valentini | g1 g1 c1 | |
| 1641 Rostock | Vierdanck | g1 g1 g1 | |
| 1651 Venedig | Neri | g1 g1 c1 | |
| um 1655 Wien | Bertali, Ecce illuxit | g1 g1 c1 | |
| um 1661 Dresden | Schütz | g1 g1 Fag (f0?) | |
| vor 1663 Hamburg | Selle | g1 c1 c1 | |
| vor 1684 Frankfurt/Leipzig | J. Krieger | c2(d2) c2(d2) c1 o. c1 c1 c0 |
Der Ursprung des Zusammenspiels mit drei Blockflöten lag im 17. Jahrhundert in Italien. Diese Praxis wurde in Deutschland und Österreich von italienisch beeinflussten Komponisten weitergeführt.
Bemerkenswert ist, dass das Blockflötentrio bei Selle durch ein „Fagotto“ (Dulzian) zur Vierstimmigkeit ergänzt wird, bei Vierdanck durch „Fagotto“ und „Fagotto grande“ zur Fünfstimmigkeit. In den Neuausgaben und in der Literatur blieb bisher unbeachtet, dass Heinrich Schütz im Intermedium 3 seiner Weihnachtshistorie möglicherweise drei Blockflöten (statt 2 Blockflöten und „Fagotto“) vorgesehen hatte.9
Von etwa 1660 an scheint diese Besetzungspraxis nicht weiter gepflegt worden zu sein. An ihrer Stelle entwickelte sich nach der Jahrhundertmitte eine neue Form des Zusammenspiels mit bis zu sieben Blockflöten. Die Instrumente in g1 und c1 blieben dabei als Zentrum erhalten, sie wurden nach unten um die Bassflöte in f0 oder ersatzweise um ein „Fagotto“ (Dulzian) erweitert. Als höchste Stimmen kamen Sopranblockflöten dazu, traditionell in d2-Stimmung, wie z. B. bei Daniel Bollius, jedoch auch in c2, wie von Praetorius empfohlen.
Datierung, Ort | Komponisten (genaue Angaben und komplette Besetzungen: siehe Literaturliste) | 3–7 Blockflöten im Quint- oder Quart-Quintabstand |
| um 1655 Wien | Bertali, Sonatella10 | c2 c2 g1 c1 f0 |
| 1657 Mühlhausen | Ahle, Tröstet | c2 c2 c1 f0 |
| 1658 Mühlhausen | Ahle, Seht euch für | c2 c2 f1 f0 |
| 1663 Königsberg | Sebastiani | c2 c2 f1 c1 |
| 1664 Stuttgart | Capricornus | d2 d2 g1 c1 c1 |
| um 1665 Kremsier | Schmelzer, Sonata natalia Schmelzer, Sonata à 7 | g1 g1 c1 c1 +Pos d2 d2 g1 g1 c1 c1 f0 |
| um 1670 Kremsier | Biber, Sonata pro Tabula | c2 c2 g1 c1 f0 |
| um 1670 Kremsier | Anonymus, Balletti11 | d2(g2) g1 g1(c1) c1 oder g1 c1 f0 c0 |
| 1674 Kremsier | Schmelzer, a doi chori | g1 g1 c1 +Fag |
| 1675 Breslau | Mayer, Jubilate | c2 c2 g1 c1 c0(B) |
| 1677 Augsburg | Gletle12 | f1 c1 c1 c1 c0(B) oder c2 c2 c1 f0 B |
| 1682 Salzburg | Hofer, Missa Salisburgensis13 | d2 d2 g1 c1 oder c2 c2 f1 c1 |
| 1690/92 Salzburg | Biber, Sian pur fieri | d2 d2 g1 f0 oder c2 c2 f1 f0 |
Nach der 1. Phase des Blockflöten-Ensemblespiels im 17. Jahrhundert, in der mehrere gleich gestimmte oder zwei im Quintabstand stehende Größen verwendet wurden, folgte also eine Tendenz zum vier- und fünfstimmigen Stimmwerk mit drei bis vier verschiedenen Flötenstimmungen. Zugleich wird die von Praetorius schon 1619 angedeutete Entwicklung zum Quint-Quart-Stimmwerk weitergeführt.
Parallel dazu entwickelten sich frühbarocke Blockflöten-Bautypen, von denen heute hauptsächlich die Instrumente nach Hieronymus Franziskus Kinsecker14 bekannt sind. Gegenüber den Renaissance-Blockflöten sind die Instrumente des 17. Jahrhunderts heller in der Klangfarbe. Die obere Hälfte der 2. Oktave ist spieltechnisch leichter zu erreichen und besser in den Klang des gesamten Tonumfangs integriert. Beim frühbarocken Blockflötenensemble handelt es sich also nicht um eine direkte Fortsetzung der Spielpraxis mit Renaissance-Blockflöten, weil sich die Instrumente des 17. Jahrhunderts in Bau und Klang deutlich von denen des 16. Jahrhunderts unterscheiden.
Um 1675 bahnte sich wieder eine Veränderung im Blockflötenbau an. Sie war einschneidender als der Übergang von der Renaissance- zur Frühbarock-Blockflöte: Neben anderen Details wurde die Innenbohrung, die bisher schwach konisch verlief, jetzt stärker konisch angelegt. Dadurch verschob sich das klangliche Zentrum von der tiefen und mittleren Lage weiter nach oben. Erste Belege für die neue Bauweise stammen aus Italien (Bartolomeo Bismantova 167715) und Frankreich (Familie Hotteterre und Umfeld). Selbstverständlich wurden in einer Übergangszeit noch die vorhandenen frühbarocken Instrumente eingesetzt, dies belegen die oben genannten Ensemblewerke aus den 1680er und 1690er Jahren.
Obwohl der „Flauto italiano“ bei Bartolomeo Bismantova noch in g1 steht, ist schon zu Beginn der Bautradition der Barockblockflöte die Tendenz zur Stimmung in f1 zu beobachten. Spätestens 1680 wurden die neuen Bauprinzipien, die zuerst bei den Soloinstrumenten in g1 und f1 zu finden sind, auch auf tiefere Blockflöten übertragen.
Die Entwicklung zur Barockblockflöte führte nach 1675 zu zahlreichen Solo- und Triostücken mit Generalbass – und daneben auch zu einem reichhaltigen Repertoire mit mehreren Blockflöten:
Datierung,
Ort
|
Komponisten
(genaue Angaben
und komplette Besetzungen:
siehe Literaturliste)
| 3 Blockflöten 4–5 Blockflöten (Alternativbesetzungen stehen in
Klammern)
| |
um 1678/9 London | Purcell, Chaconne | f1 f1 f1 |
|
1681 Paris | Lully, Le Triomphe de l’Amour |
| f1 c1 f0 F |
1687 Düsseldorf | Steffani, Alarico il Baltha | f1 f1 f0 |
|
1692 London | Purcell, Ode for St. Cecilia’s Day16 | f1 f1 f0 |
|
1693 London | Purcell, Celebrate this festival | f1 f1 f0 |
|
1693 Paris | Charpentier, Médée | f1 f1 f0 |
|
1694 London | Eccles, Don Quixote | f1 f1 f1 |
|
1696 Düsseldorf | Wilderer, Giocasta | c1 c1 c1(f0)17 | f1 f1 c1 f0 |
1797 Düsseldorf | Grua, Telegono |
| f1 f1 c1 f0 |
1700 Stuttgart | Kusser, Adonis | c1 c1 f0 |
|
um 1700 London | Finger, 2 Suiten | f1 f1 f1 |
|
| Finger, Sammlung | f1 f1 f0 |
|
um 1700 London | Paisible (?), Sonata |
| f1 f1 f1 f1 |
1703 Düsseldorf | Wilderer, La Monarchia stabilita18 | d1 c1 c1 |
|
1703 Stettin | Klingenberg, Der süsse Liebes-Bissen |
| f1 f1 c1 f0(Fag) |
1704 Wien | Bononcini, Il fiore delle eroine |
| f1 f1 f1 f1 |
1708 Amsterdam | Mattheson, 8 Sonaten | f1 f1 f1 |
|
1709 Hamburg | Keiser, Orpheus |
| f1 f1 f1 f1 c1 |
1710 Hamburg | Keiser, Arsinoe |
| f1 f1 f1 f1 |
um 1710 Stettin | Klingenberg, Ach, wenn ich mich | f1 f1 f0 |
|
um 1710 Neapel | Scarlatti, Sonate | f1 f1 f1 |
|
um 1710 Gotha | Witt, Suite | f1 f1 c1 + Fag |
|
| Witt(e), Gott ist offenbaret im Fleisch | f1 c1 f0 | ||
um 1710 Eisenach(?) | Telemann, Trauer-Actus |
| f1 f1 c1 f0 |
um 1710 Eichstätt | Guzinger (?), Süße Lippen |
| f1 f1 c1 f0 |
1710/1711 London | Händel, Rinaldo | f2 f1 f1 |
|
1711 Hamburg | Mattheson, Henrico IV. |
| f1 c1 f0 f0 |
1713/15 Amsterdam | Schickhardt, |
| f1 f1 f1 f1 |
1714 Dresden | Heinichen, Zeffiro e Clori |
| f1 f1 f1 f0 |
| Heinichen, Concerto |
| f1 f1 f1 f1 |
um 1715 | Faber, Partita | f1 c1 f0 |
|
1716 Frankfurt/M. | Telemann, Brockes-Passion | f1 f1 f1 |
|
1717/20 Stettin | Rohde, versch. Arien | f1 f1 f0 |
|
1718 London | Galliard, Pan and Syrinx | f1 f1(c1) f0(c0) |
|
um 1720 Bologna? | Marcello, Concerto di Flauti |
| c2 f1 c1 f0 |
1722 Frankfurt/M. | Telemann, Jesu, meine Freude |
| f1 f1 f1 f1 |
1723 Leipzig | Bach, BWV 25 | f1 f1 f1 |
|
1724 Leipzig | Bach, BWV 122 | f1 f1 f1 |
|
1725 Leipzig | Bach, BWV 175 | f1 f1 f1 |
|
um 1730 München? | Albinoni, 12 Sonaten | f1 f1 c1 |
|
1732 Paris | Montéclair, Jephté |
| f2 c2 f1 c1 f0 |
1737 London | Händel, Giustino | f1 f1 f0 |
|
1740 Paris | Le Comte, Chantez oiseaux | f2 f2 c2(c1) |
|
Offensichtlich lag anfangs der Schwerpunkt im Ensemblespiel mit den neuen Barock-Blockflöten auf dem Soloinstrument in f1. Werke mit drei oder vier Altblockflöten bilden deshalb einen wesentlichen Teil des Repertoires. Die veränderten Bauprinzipien wurden jedoch schon früh auch auf Bassflöten in f0 übertragen. Im Blockflötentrio war die Kombination von zwei Alt- mit einer Bassblockflöte die gebräuchlichste Besetzung. Bald wurden diese Trios mit einer c1-Tenorflöte oder einer weiteren Altflöte zum Quartett ergänzt. Neben der Besetzung mit vier f1-Altblockflöten wurde das Quartett mit Instrumenten in f1 f1 c1 f0 zum gebräuchlichsten Barock-Blockflötenquartett.
Im Gegensatz dazu sind wir heute gewohnt, die c2-f1-c1-f0-Besetzung für ein typisches Blockflötenquartett zu halten. Diese Idee geht jedoch auf die 1930er Jahre und die Aktivitäten von Arnold Dolmetsch und Peter Harlan zurück. Im 18. Jahrhundert ist ein Ensemble in c2- f1- c1- f0-Stimmung sehr selten zu finden, nämlich nur bei Alessandro Marcello und Michel Pignolet de Montéclair. Bei letzterem wird es mit einem Sopranino in f2 zur Fünfstimmigkeit ergänzt.
Zu diesem Bild vom barocken Blockflötenquartett passt allerdings nicht, dass Lully 1681 zusammen mit Alt-, Tenor- und Bassblockflöte eine „Grande Basse de Flutes“ verlangt, die Jürgen Eppelsheim19 schon 1961 als Subbassflöte in F mit Extension bis C identifiziert hat. Ein solches Instrument ist zwar bei Mersenne 163620 beschrieben, jedoch handelt es sich dabei um eine Flöte in Renaissance-Bauweise.21 Weil keine einzige Subbassblockflöte im Stil der Barockblockflöten überliefert ist, hat Lully wahrscheinlich die Bassstimme mit einem Instrument in altertümlicherer Bauweise besetzt, die drei Oberstimmen jedoch mit „modernen“ Barockblockflöten.
Außer in der Montéclair-Arie mit fünf Blockflöten wird die Sopraninoblockflöte nur noch in zwei weiteren Vogelarien eingesetzt. Bei Händels f2-f1-f1-Trio kommt es allerdings nur in wenigen Takten zu einem Blockflöten-Ensembleklang; meist dominiert der Flauto piccolo, und die Altblockflöten bilden zusammen mit den Streichern das Tutti. Bei Le Comte beteiligt sich die dritte Flöte nicht an der Melodik der beiden Oberstimmen, sondern beschränkt sich auf die Kuckuck-Imitation.
Die Praxis, die Bassstimme im Blockflöten-Ensemble mit einem Bassdulzian bzw. einem Barockfagott zu besetzen, ist für das 17. Jahrhundert bei Schütz und Schmelzer, im 18. Jahrhundert bei Klingenberg und Witt belegt. Für die Kombination von zwei gleichen Blockflöten mit Fagott existieren zahlreiche weitere Beispiele, die jedoch hier nicht erfasst wurden.
Zur Spielpraxis mit mehreren Barockblockflöten gehört auch die Mehrfachbesetzung einzelner Stimmen im zwei- oder mehrstimmigen Blockflötensatz.22 Diese Praxis scheint von der Pariser Oper unter Lully auszugehen. So verlangt er in der oben erwähnten Arie mit Alt-, Tenor-, Bass- und Subbassflöte eine mehrfache Besetzung der Oberstimme (TAILLES ou FLUTES D’ALLEMAGNE). Bei Michel Pignolet de Montéclair gibt es aus den Jahren 1716 und 1732 sogar mehrfach besetzte Sopraninostimmen im drei- oder fünfstimmigen Flötensatz.23 Von den zahlreichen Beispielen für Unisonoführungen von Blockflöten in den Kantaten Johann Sebastian Bachs seien hier nur zwei erwähnt: Im Schlusschoral „O großer Gott der Treu“ der Kantate BWV 46 „Schauet doch und sehet“ sind die beiden obligaten Blockflötenstimmen ausdrücklich „a due“ auszuführen. Die beiden Spieler der Oboen da caccia wechseln also zur Blockflöte, sodass insgesamt 4 Blockflöten spielen. In Bachs Matthäuspassion BWV 244 legt das originale Stimmenmaterial in dem Arioso „O Schmerz! hier zittert das gequälte Herz“ eine Doppel- oder gar Dreifachbesetzung der beiden Blockflötenstimmen nahe. Ähnliche Hinweise sind auch bei Johann Ernst Galliard (Arie „Suprising change“) und Georg Philipp Telemann (Arie „Geht, ihr heißen Seufzer, hin“) zu finden. Besonders genau wird die Mehrfachbesetzung von Alessandro Marcello beschrieben. In seinem „Concerto di Flauti“ sind die einzelnen Stimmen wie folgt zu besetzen: „Due Flauti Soprani e due [Violini] Sordini“, „Due Flauti Contralti et una Violetta sordina“, „Due Flauti tenori et una Violetta sordina“ und „Un Flauto Basso e Violoncello“.
***
Die hier vorgestellten Kompositionen mit drei und mehr Blockflöten zeigen, dass bestimmte Instrumentenkombinationen über die Grenzen der Länder und ihre Nationalstile hinweg gebräuchlich waren. Mit der Entstehung spezifischer Blockflötenstimmen wurden nach 1600 dreistimmige Ensembles mit Blockflöten in d2, g1 und c1 üblich. Sie bestanden entweder aus zwei g1-Flöten und einer größeren oder kleineren im Quintabstand oder aus drei gleichgestimmten Instrumenten in g1 oder c1. Nach 1660 wurde das d2-g1-c1-Ensemble nach unten um Bassflöten in f0, nach oben um Sopranflöten in d2 oder c2 erweitert. Vier- und Fünfstimmigkeit mit zwei Sopranflöten war die Regel, die Siebenstimmigkeit die Ausnahme.
Auch in der Zeit der Barockblockflöten ist bei den Flötenensembles eine Besetzungstypologie zu beobachten: Die Kombination von zwei Altflöten mit Bassflöte und die Besetzung mit drei Altblockflöten sind die gebräuchlichsten Barockblockflöten-Trios. Vierstimmige Sätze wurden bevorzugt für vier Altflöten oder für zwei Alt-, Tenor- und Bassblockflöte geschrieben. Die Fünfstimmigkeit kommt nur ausnahmsweise vor.
Die hier beschriebene Besetzungstypologie kann helfen, im Blockflöten-Ensemblerepertoire zwischen Standard- und Sonderfällen zu unterscheiden. Sie bietet auch Anhaltspunkte, wenn Musik, die für andere Instrumente geschrieben wurde, von einem Blockflötenensemble wiedergegeben werden soll. Außerdem bietet sie Hilfe, wenn es darum geht, unklare Besetzungsangaben, wie sie z. B. bei den anonymen Balletti und dem Geistlichen Konzert von Johann Melchior Gletle (1677) zu finden sind, im Stil der Zeit sinnvoll aufzulösen.
Anmerkungen:
1 Ausführlicher in: Peter Thalheimer: In Quinten und Quarten. Zur Geschichte des Blockflötenstimmwerkes. Tibia 1/2000, S. 16–24.
2 Sebastian Virdung: Musica getutscht und ausgezogen; Basel 1511, Faksimile Kassel 1983.
3 Martin Agricola: Musica instrumentalis deudsch; Wittenberg 1529, Faksimile Hildesheim 1969.
4 Silvestro Ganassi: Opera Intitulata Fontegara; Venedig 1535, Faksimile Bologna 1980.
5 Hieronymus Cardanus: De Musica, ca. 1546; in: Writings on Music; American Institute of Musicology, o. O. 1973.
6 Michael Praetorius: Syntagma musicum, Band II De Organographia; Wolfenbüttel 1619, Faksimile Kassel 21964.
7 Über das italienische Repertoire für eine oder mehrere Blockflöten berichtet Peter Van Heyghen: The Recorder in Italian Music, 1600–1670, in: The Recorder in the 17th Century. Proceedings of the International Recorder Symposium Utrecht 1993; Utrecht 1995.
8 Das anonym überlieferte Werk weist so große Ähnlichkeiten mit der Sonata von Daniel Bollius auf, dass angenommen werden muss, dass eine der beiden Sonaten nach dem Vorbild der anderen entstanden ist. – Die Amadeus-Ausgabe nennt Daniel Sartorius als Komponisten, weil dieser als Schreiber der Quelle identifiziert werden konnte.
9 In der Düben-Sammlung in Uppsala ist eine Stimme mit der Bezeichnung „Flauto Fagotto“ erhalten, deren Notentext mit der Stimme „Fagotto“ identisch ist. Die Vermutung, dass hier mit „Flauto Fagotto“ – wie in anderen Werken – eine Bassblockflöte gemeint sein könnte, wird durch den Vermerk „3 Flauti“ auf dem Titelblatt des Stimmensatzes bestätigt. Allerdings spricht ein einmalig vorkommendes D in der Partie dagegen, weil dieser Ton nur auf dem Bassdulzian („Fagotto“), nicht aber auf der Bassblockflöte spielbar ist.
10 Wie Konrad Ruhland im Vorwort seiner Ausgabe (Coppenrath/Carus 91.214) nachgewiesen hat, handelt es sich bei dem bekannten Stück nicht um eine originale Komposition für Blockflöten, sondern ursprünglich um die vierte einer Folge von Sonatellae für Streicher. Dieser Satz wurde von einem Zeitgenossen Bertalis „vermutlich einfach ihres günstigen Ambitus wegen für Blockflöten herausgeschrieben.“
11 Es ist nicht auszuschließen, dass eine Besetzung im Achtfuß-Register gemeint ist.
12 Die originale Besetzungsangabe lautet: 2. vel 5. Viole, vel Flautis. Die drei Unterstimmen können also entfallen. In der Neuausgabe wurden allerdings die 2. und die 3. Stimme vertauscht. – Die Notation ist an der Besetzung mit Streichern orientiert, deshalb ist unklar, ob die Blockflöten eine oder zwei Oktaven höher klingen sollen als die Gamben.
13 Früher O. Benevoli und H. I. F. Biber zugeschrieben.
14 Blockflötensatz im Germanisches Nationalmuseum Nürnberg MI 98–104 und Einzelstücke.
15 Bartolomeo Bismantova: Compendio musicale; Ferrara 1677, Faksimile Florenz 1978; Vgl. Bruce Dickey, Petra Leonards, Edward H. Tarr: Die Abhandlung über die Blasinstrumente in Bartolomeo Bismantovas Compendio musicale (1677). Übersetzung und Kommentar, in: Basler Jahrbuch für Historische Musikpraxis II 1978; Zürich 1979.
16 Faksimile des Autographs mit dem Vermerk „bass flute“ in: Unity Sherrington and Guy Oldham (Hrsg.): Music, Libraries and Instruments; Hinrichsen Edition London, New York 1961, Plates No. 91-92. Jean-Claude Veilhan (La Flûte à bec Baroque; Alphonse Leduc Paris 1980, S. 54) hält die „bass flute” für eine Großbassflöte in c0.
17 Es ist unklar, ob die 3. Blockflötenstimme für c1-Blockflöte oder eine Oktave tiefer für f0-Blockflöte bestimmt ist.
18 Der „Flauto di Voce humana“ wird hier als Blockflöte in d1 gedeutet.
19 Jürgen Eppelsheim: Das Orchester in den Werken Jean-Baptiste Lullys; Tutzing 1961, S. 81–90.
20 Marin Mersenne: Harmonie Universelle contenant la Theorie et la Pratique de la Musique; Paris 1636–1637, Faksimile Paris 1975.
21 Ein entsprechendes Instrument ist von Hans Rauch, Schrattenbach, um 1535, erhalten, vgl. Catalogus van de Muziekinstrumenten uit de verzameling von het Museum Vleeshuis; Amsterdam 1981, S. 57.
22 Dazu siehe auch: Peter Thalheimer: Vom Blockflötenchor zum Blockflötenorchester – Stationen im Wandel einer Spielpraxis. Tibia 3/2009, S. 493–501.
23 „Mais, tout parle d'amour“ für Sopran, 2 Blockflöten f2 c2 und Traversflöte oder Basso continuo (Moeck ZfS 644), und „Ruisseaux, qui serpentez“, siehe Literaturverzeichnis.
Literaturliste (geordnet nach Komponisten)
Statt wissenschaftlicher Gesamtausgaben werden bevorzugt praktische Einzelausgaben genannt.
Ahle, Johann Rudolph: Seht euch für (1658) für Sopran, Alt, Tenor, 4 Blockflöten c2 c2 c1 f0, B. c.; Edition Walhall EW 356
Ahle, Johann Rudolph: Tröstet, tröstet mein Volk (1657) für Alt, Tenor, 4 Blockflöten c2 c2 f1 f0, B. c.; Edition Walhall EW 367
Albinoni, Tommaso: 12 Sonaten für 3 Blockflöten f1 f1 c1, B. c.; Girolamo G 12.039, 12.043, 12.050
Anonymus: Sonada für 3 Blockflöten d2 g1 g1 (c2 f1 f1), B. c.; Schott ED 10107
– dasselbe Stück: Daniel Sartorius: Sonata a tre Fiauti; transponiert für 3 Blockflöten f1 f1 f1, B. c.; Amadeus BP 895
Anonym: Balletti a 4 flauti für 4 Blockflöten d2 g1 c1 c1; Editio simiae ludentes, Prag SL 6
Bach, Johann Sebastian: Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe (BWV 25) für Soli, Chor, Orchester mit 3 Blockflöten f1 f1 f1, B. c.; Carus CV 31.025
Bach, Johann Sebastian: Das neugeborne Kindelein (BW 122) für Soli, Chor, Orchester mit 3 Blockflöten f1 f1 f1, B. c.; Carus CV 31.122. Daraus: Die Engel, welche sich zuvor; Rezitativ für Sopran, 3 Blockflöten, B. c.; in: Flauto e Voce IV, Carus CV 11.216
Bach, Johann Sebastian: Er rufet seinen Schafen mit Namen (BWV 175) für Soli, Chor, Orchester mit 3 Blockflöten f1 f1 f1, B. c.; Carus CV 31.175. Daraus: Er rufet seinen Schafen mit Namen; Rezitativ für Tenor, 3 Blockflöten, B. c.; in: Flauto e Voce IV, Carus CV 11.216; Komm, leite mich; Arie für Alt, 3 Blockflöten, B. c.; in: Flauto e Voce II, Carus CV 11.210
Bertali, Antonio: Ecce illuxit nobis. Weihnachtskantate für Soli, Chor, 3 Blockflöten g1 g1 c1, 2 Violinen, Viola und B. c.; Coppenrath/Carus 91.207
Bertali, Antonio: Sonatellae I – II – IV für fünf Blockflöten c2 c2 g1 c1 f0 und B. c.; Coppenrath/Carus 91.214
– daraus: Sonatella (IV); Schott ED 10106
Biber, Heinrich Ignaz Franz: Sonata pro tabula à 10; 5 Blockflöten c2 c2 f1 c1 f0, 2 Violinen, 2 Violen, B. c.; Schott R & S. 26; Möseler; Coppenrath/Carus 91.220; Bornmann MVB 66
Biber, Heinrich Ignaz Franz: Sian pur fieri; aus der Oper Arminio (1690/92) für Alt, 4 Blockflöten d2 d2 g1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce 15, Edition Walhall EW1094
Bollius, Daniel: Sonata für 3 Blockflöten d2 g1 g1 (c2 f1 f1), B. c.; Carus CV 11.221
Bononcini, Giovanni: Canoro usignuolo; Aria aus der Oper Il fiore delle eroine (1704) für Alt, 4 Blockflöten f1 f1 f1 f1, B. c.; in: Flauto e Voce VI, Carus CV 11.237
Caccini, Francesca: Pel la più vaga e bella terrenta stella; Arie aus der Oper La liberazione di Ruggiero (1625) für Tenor, 3 Blockflöten c1 c1 c1, B. c.; in: Flauto e Voce 14, Edition Walhall EW1053
Capricornus, Samuel: Ich bin schwarz, aber gar lieblich (1664). Geistliches Konzert für Bass, 5–6 Blockflöten c2c2f1c1c1(f0), B. c.; in: Flauto e Voce II, Carus CV 11.210
Charpentier, Marc Antoine: Oper Médée, Erstdruck Paris 1694
Eccles, John: Sleep, pour youth; aus: Don Quixote (1694) für Sopran, Bass, 3 Blockflöten f1 f1 f1, B. c.; Green Man Press Ecc1
Faber, Johann Christoph: Partita für 3 Blockflöten f1 c1 f0; Nagels Verlag NMA 88
Finger, Gottfried (Godfrey): 2 Suiten für 3 Blockflöten f1 f1 f1; Schott OFB 1012
Finger, Gottfried (Godfrey): Sammlung von Ouverturen, Sonaten, Tänzen für Flauto I, II & Flauto Basse; Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Cod. Guelf. 268.3 Mus. Hdschr.
Galliard, Johann Ernst: Suprising change; Aria aus Pan and Syrinx (1718) für Bass, 3 Blockflöten f1 f1(c1) f0(c0), B. c.; in: Flauto e Voce VI, Carus CV 11.237
Gletle, Johann Melchior: Ist dann so groß (1677); für Sopran (Tenor), 5 Violen da gamba oder 5 Blockflöten, B. c.; Cornetto MPR 051
Grua, Carlo Luigi Pietro: Dia le mosse a miei contenti; Aria aus: Telegono (1697) für Tenor, 4 Blockflöten f1 f1 c1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce IV, Carus CV 11.216
Guzinger, Johann Peter (?): Süße Lippen, holde Wangen; für Sopran, 4 Blockflöten f1 f1 c1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce I, Carus CV 11.209
Händel, Georg Friedrich: Augelletti, che cantate; Aria aus Rinaldo (1711), für Sopran, 3 Blockflöten f2 f1 f1, Streicher, B. c.; in: Edition Sikorski 539
Händel, Georg Friedrich: Può ben na scertra; Aria aus Giustino (1737) für Alt, 3 Blockflöten f1 f1 f0, Oboe, Streicher, B. c.; in: Schott Lib. 23
Heinichen, Johann David: Mira le mie pupille. Aria aus Zeffiro e Clori (1714) für Alt, 4 Blockflöten f1 f1 f1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce VI, Carus CV 11.237
Heinichen, Johann David: Concerto a 8 C-Dur für 4 Blockflöten f1 f1 f1 f1, Streicher, B. c.; Moeck 1069
– dasselbe Stück: Concertino C-Dur für 3 Blockflöten f1 f1 f1, Streicher, B. c.; Doblinger DM 1481
Hofer, Andreas: Missa Salisburgensis à 53 voci. Als Werk von Orazio Benevoli ediert in: Denkmäler der Tonkunst in Österreich, Bd. 20
Keiser, Reinhard: Ihr fliegenden Sänger; Arie aus: Orpheus (1709) für Tenor, 5 Blockflöten f1 f1 f1 f1 c1, obligates Cembalo, B. c.; in: Flauto e Voce I, Carus CV 11.209
Keiser, Reinhard: Kleine Vöglein, eure Scherze; Arie aus: Arsinoe (1710) für Sopran, 4 Blockflöten f1 f1 f1 f1; in: Flauto e Voce I, Carus CV 11.209
Klingenberg, Friedrich Gottlieb: Der süsse Liebes-Bissen; Aria für Alt, 4 Blockflöten f1 f1 c1 f0(Fag), B. c.; Stettin 1703
Klingenberg, Friedrich Gottlieb: Ach, wenn ich mich doch könnt in Jesu Lieb versenken; Aria für Alt, 3 Blockflöten f1 f1 f0, B. c.; in: Flauto e voce VI, Carus CV 11.237
Krieger, Johann: Gott gibet seinen Regen; Geistliches Konzert für Sopran, 3 Blockflöten c2 c2 c1 oder c1 c1 c0, B. c.; Neuausgabe in Vorbereitung
Kusser, Johann Sigismund: Adonis, mein Leben; aus: Adonis (1700), für Alt, 3 Blockflöten c1 c1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce XI, Carus CV 11.244
Le Comte: Chantez oiseaux (1740); Arie für Sopran, 3 Blockflöten f2 f2 c2(c1), 2 Violinen, B. c.; in: Edition Walhall EW851
Lully, Jean-Baptiste: Tout ce que j’attaque se rend; aus: Le Triomphe de l’Amour (1681) für Sopran, 4 Blockflöten f1 c1 f0 F, B. c.; in: Flauto e Voce IV, Carus CV 11.216
Marcello, Alessandro: Concerto di Flauti für Blockflöten c2 f1 c1 f0 (mehrfach besetzt, mit Duplierung durch Streicher), B. c.; Nova Music 135
Mattheson, Johann: Acht Sonaten für 3 Blockflöten f1 f1 f1; Edition Nagel 506
Mattheson, Johann: Non è l‘alma; Aria aus Henrico IV. (1711) für Bass, 4 Blockflöten f1 c1 f0 f0, B. c.; in: Henrico IV; Ortus Musikverlag, Beeskow 2008
Mayer, Martin: Jubilate (mehrchöriges Psalmkonzert, 1675), in: Archiv für Musikwissenschaft I (1918), S. 226ff
Montéclair, Michel Pignolet de: Ruisseaux, qui serpentez; aus der Oper Jephté (1732) für Sopran, 5 Blockflöten f2 c2 f1 c1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce IV, Carus 11.216
Neri, Massimiliano: Sonata 10 für 3 Blockflöten g1g1c1, 2 Violinen, Viola, 2 Theorben, B. c.; Lubenow NE 51.10
Paisible, Jacques: Sonata G-Dur für 4 Blockflöten f1 f1 f1 f1, B. c.; Walhall Cheap MPC 001; Schott 10 490
Peri, Jacopo: Nel pur ardor della più bella stella. Arie aus der Oper Euridice für Tenor, 3 Blockflöten g1 g1 g1, B. c.; in: Flauto e Voce IV, Carus CV 11.216
Purcell, Henry: Chaconne Three parts upon a ground für 3 Blockflöten f1 f1 f1, B. c.; Walhall EW1106; Amadeus BP 2075; Moeck 2539; Schott 10 340
Purcell, Henry: Hark each tree; Arie für Sopran, Bass, 3 Blockflöten f1 f1 f0, 2 Violinen, B. c.; in: „Ode for St. Cecilia’s Day” (1692); Purcell Society, Vol. 8, Novello
Purcell, Henry: Return fond Muse; aus: Celebrate this festival (1693) für Alt, 3 Blockflöten f1 f1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce 15, Edition Walhall EW1094
Rohde, Michael: Ich will euch tragen bis ins Alter; Kantate für Bass, 3 Blockflöten f1 f1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce II, Carus CV 11.210
Rohde, Michael: Jesus ist mein Aufenthalt; Aria für Tenor, 3 Blockflöten f1 f1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce IV, Carus CV 11.236
Rohde, Michael: Eitelkeit zu guter Nacht; Aria für Alt, 3 Blockflöten f1 f1 f0, Oboe, B. c.; in: Flauto e Voce XI, Carus 11.244
Rohde, Michael: Nichts und eitel; Arie für Sopran, 3 Blockflöten f1 f1 f0, Oboe, B. c.; in: Flauto e Voce 16, Edition Walhall EW1109
Scarlatti, Alessandro: Sonate F-Dur für 3 Blockflöten f1 f1 f1, B. c.; Moeck 1036
– dasselbe Stück: Quartettino F-Dur. EP 4449
Schickhardt, Johann Christian: 6 Concerti op. 19 für 4 Blockflöten f1 f1 f1 f1, B. c.; Bärenreiter HM 192, 193
Schmelzer, Johann Heinrich: Sonata a 7 für 7 Blockflöten c2 c2 g1 g1 (f1 f1) c1 c1 f0, Orgel; Schott OFB 1017
Schmelzer, Johann Heinrich: Sonata à doi chori für 3 Blockflöten c2 g1(f1) c1, Fag(Blfl f0), 2 Violinen, 3 Violen, B. c.; Coppenrath/Carus 91.211
Schmelzer, Johann Heinrich: Sonata natalitia für 2 Violinen, 2 Violen, Violoncello / 3 Piffari (Ob), Fag / 4 Blockflöten g1 g1 c1 c1, Bassposaune; Coppenrath/Carus 91.223
Schütz, Heinrich: Historia der Geburt Jesu Christi (SWV 435a); Bärenreiter TP 132; Carus CV 20.435
Sebastiani, Johann: Pastorello musicale oder verliebtes Schäferspiel; Ortus, Beeskow 2005
Selle, Thomas: Es begab sich aber zu der Zeit. Weihnachtshistorie für Soli, 2 Chöre, 3 Violinen, 3 Blockflöten, Fagott, 3 Zinken, 4 Posaunen, B. c.; Carus CV 10.155 und in CV 4.007
Steffani, Agostino: Il viver è un ombra; aus: „Alarico il Baltha (1687) für Bass, 3 Blockflöten f1 f1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce VI, Carus CV 11.237
Telemann, Georg Philipp: Trauer-Actus Ach, wie nichtig, ach wie flüchtig TVWV 1:38, für Soli, Chor, 4 Blockflöten f1 f1 c1 f0, 4 Viole da gamba, B. c.; Carus CV 39.134; Ritornell und Arie Alles Fleisch verschleißet wie ein Kleid für Bass, 4 Blockflöten, B. c.; in: Flauto e Voce II, Carus CV 11.210
Telemann, Georg Philipp: Ach Gott, mein Sohn wird fortgeschleppt; Rezitativ aus der Brockes-Passion (1716) TVWV 5:1, für Sopran, 3 Blockflöten f1 f1 f1, B. c.; in: Flauto e Voce IV, Carus CV 11.216
Telemann, Georg Philipp: Geht, ihr heißen Seufzer, hin; Arie aus der Kantate Jesu meine Freude (TVWV 1:966), für Sopran, 4 Blockflöten f1 f1 f1 f1, B. c.; in: Flauto e Voce I, Carus 11.209. Gesamte Kantate: Merseburger EM 946
Valentini, Giovanni: Sonata per Tabula für 3 Blockflöten g1 g1 c1, 2 Violinen, 3 Violen, B. c.; Coppenrath/Carus CV 91.209
Vierdanck, Johann: Canzona 30 für 3 Blockflöten g1 g1 g1, 2 Fagotte, B. c.; Lubenow VD 41.30
Wilderer, Johann Hugo von: Dormi, Giocasta; aus: Giocasta (1696), für Alt, 3 Blockflöten c1 c1 c1(f0), B. c.; in: Flauto e Voce II, Carus CV 11.210
Wilderer, Johann Hugo von: La voce, che appena; aus: Giocasta (1696), für Alt, 4 Blockflöten f1 f1 c1 f0, B. c.; in: Flauto e Voce VI, Carus CV 11.237
Wilderer, Johann Hugo von: Potrai vedermi piangere; aus: La Monarchia stabilita (1703), für Alt, 3 Blockflöten d1 c1 c1, B. c.; in: Flauto e Voce II, Carus CV 11.210
Witt, Christian Friedrich: Suite F-Dur für 3 Blockflöten f1 f1 c1, B. c. + Fag. (+ Streicher ad lib.); Bärenreiter HM 99
Witt, Christian Friedrich: Gott ist offenbaret im Fleisch; für Chor/Soli SATB, 2 Trompeten, 3 Blockflöten f1 c1 f0, Streicher, B. c.; Staatsbibliothek Berlin Mus. ms. 30 295
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